ARBEITEN IM AUSLAND?

Hannes, Senior Consultant im Bereich Valuation Residential (Bewertung von Wohnimmobilien, Schwerpunkt 
Hannes N.
Studentisches Wohnen) in Berlin, hat diesen Sommer am EMEA Swap & Share-Programm teilgenommen. Dieses Programm ermöglicht den Mitarbeitern, die Kollegen im Ausland eine Woche im Tagesgeschäft zu begleiten. 

Hannes war im August 2015 für eine Woche in London, sein „Swap“-Partner wird im Gegenzug im November 2015 ebenfalls für einen einwöchigen Aufenthalt nach Berlin kommen. Der „Swap“-Partner und dessen Teamkollegen waren seine Ansprechpartner während seines Aufenthaltes.

Nachfolgend berichtet Hannes, wieso er sich für das EMEA Swap & Share-Programm beworben hat, was er während seiner Zeit in London erlebt hat und inwiefern er diese Erfahrungen in der täglichen Arbeit anwenden kann. 

Warum hast Du Dich zur Teilnahme am Swap & Share-Programm entschieden? 

Der Schwerpunkt meiner Tätigkeit für die Abteilung Valuation Residential in Berlin liegt in der Bewertung von Immobilien für den Sektor „Studentisches Wohnen“. In den letzten Monaten und Jahren kam es immer wieder zur Zusammenarbeit mit den Kollegen des Londoner Standortes. Als sich die Möglichkeit ergab, durch das Swap & Share-Programm einen Einblick in deren Tagesgeschäft zu erlangen und sich über gemeinsame Themen genauer austauschen zu können, habe ich diese gerne genutzt. Durch die globale Vernetzung von CBRE war es für mich sehr reizvoll, nicht nur einen anderen Standort, sondern auch andere Vorgehensweisen, Denkansätze und nicht zuletzt, mit einem Großraumbüro eine andere Arbeitsplatzsituation kennenzulernen. Der britische Markt für das studentische Wohnen ist weiter entwickelt als hier in Deutschland und so konnte ich einiges Neues lernen.

Was hast Du während Deines Aufenthaltes in London alles erlebt?

Ich konnte schon am ersten Tag aktiv an kleineren Projekten mitarbeiten und bekam so schnell einen Einblick in die lokalen Märkte. Neben vielen Gesprächen während der Büroarbeit ergab sich auch die Chance, zu mehreren Besichtigungen von Studentenwohnheimen nach Birmingham und Nottingham zu fahren und mehr über die einzelnen Projekte und Kunden zu erfahren. Während eines Investoren-Meetings konnte ich sogar vom Berliner Markt berichten und einen wertvollen neuen Geschäftskontakt für meine Heimatabteilung generieren. Für lange Sightseeing-Touren blieb leider keine Zeit, dennoch konnte man die Atmosphäre und den Trubel Londons hautnah miterleben und einen Eindruck der dortigen Arbeitswelt gewinnen.

Wie hast Du bisher davon profitiert, am Swap & Share-Programm teilgenommen zu haben? 

Ein großer Punkt ist zunächst, dass man jetzt den Mensch hinter der Telefonnummer oder E-Mailadresse kennt und so genauer nachvollziehen kann, was bei ihm vorgeht. Einige Prozesse und auch gesetzliche Regelungen sind in Großbritannien anders als bei uns, was einem jedoch früher oft nicht so klar war. Jetzt kann ich die Vorgehensweise der Londoner Kollegen besser verstehen und dank des Austauschs sind auf beiden Seiten die Akzeptanz und das Verständnis gewachsen. Durch diese positiven Erfahrungen werden wir auch zukünftig unsere Zusammenarbeit weiter fortführen und vertiefen. Einer der nächsten Schritte wird nun sein, den Londoner Kollegen Einblicke in unsere Herangehensweise bei Bewertungen, aber auch in die deutschen Marktstrukturen zu geben. 

Was hast Du aus Deinen Erfahrungen im Ausland gelernt? 

Es wird wohl immer einige fachliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern geben, aber mit dem Wissen, wie die Abläufe vor Ort sind und welche Arbeitsansätze verfolgt werden, kann man diese besser verstehen. Deutschland arbeitet zum Beispiel sehr detailliert bei der Bewertung, jeder Faktor muss einzeln berücksichtigt werden; in den englischen Bewertungen sucht man einen Punkt schon mal etwas länger, da viel implizit berücksichtigt wird. Während meines Auslandsaufenthaltes konnte ich nun einen Vergleich ziehen, wie bestimmte Prozesse bearbeitet werden und einige Ideen für meine tägliche Arbeit mitnehmen.

Wie ist Dein Fazit zu dieser Erfahrung, würdest Du das Programm weiterempfehlen? 

Ich empfehle es definitiv jedem, für den sich eine solche Möglichkeit ergibt. Es macht Spaß, die neuen Kollegen kennenzulernen, viele Fragen zu stellen und sein Fachwissen zu erweitern. Man sollte das Programm allerdings nicht als Urlaubstrip ansehen, sondern die Chance sinnvoll nutzen, indem man mit konkreten Zielen oder Fragestellungen zu dem Austausch reist, um einen Mehrwert für die eigene Arbeit zu schaffen. Auch wenn man in der gleichen Abteilung wie am Heimatstandort arbeitet, läuft vieles doch anders ab und vielleicht kann man auch die eine oder andere gute Idee „mit nach Hause“ nehmen. Eine Woche ist natürlich zu kurz, um komplett mitarbeiten zu können, aber für einen ersten Eindruck genau richtig. Vielleicht ergibt sich für mich auch die Möglichkeit bei einem größeren Projekt noch einmal für einen längeren Zeitraum in London mitzuarbeiten.