Pressemitteilung
CBRE Analyse zeigt: Der aktuelle Wohnungsbestand in Deutschland entspricht im Durchschnitt der Energieeffizienzklasse D
22 Dezember 2025
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Ass. Director|Communications
„Zu den gesetzlichen Verpflichtungen zur Sanierung kommen wirtschaftliche Aspekte hinzu, die eine Umsetzung der Maßnahmen zusätzlich forcieren. Ineffiziente Bestände verlieren stetig an Wert und verursachen signifikant höhere Betriebskosten. Gleichzeitig setzen Mietaufschläge für effiziente Wohnungen und deutliche Kaufpreisabschläge für energetische Low Performer klare finanzielle Signale. Diese Unterscheidung von ‚Green Premium‘ bei den Mieten und ‚Brown Discount‘ bei den Kaufpreisen macht energetische Sanierungen zusätzlich zu einem wirtschaftlichen Imperativ.“
Dr. Thorsten Huff, Senior Director und Lead für ESG und Sustainability Solutions bei CBRE.
Mit der Gebäuderichtlinie EPBD 2024 sollen Immobilien deutlich energieeffizienter werden. Dazu werden Gebäude in acht Energieeffizienzklassen (A bis H) unterteilt. Die Richtlinie schreibt bei Wohngebäuden eine Reduktion des nationalen Durchschnittsverbrauchs um 16 Prozent bis 2030 und um 20 bis 22 Prozent bis 2035 vor. 55 Prozent dieser Einsparungen müssen durch die Sanierung der energetisch schlechtesten Gebäude erzielt werden.
Die Analyse von 2,1 Millionen Wohnungsangeboten zeigt, dass die meisten Bestandsgebäude einen durchschnittlichen Primärenergieverbrauch von 124 kWh/m²a aufweisen und somit der Klasse D angehören. Gleichzeitig gibt es große regionale Unterschiede. So haben Wohnungsbestände im Osten und Süden Deutschlands im Schnitt einen Gebäudeanteil der Energieklasse E von unter 30 Prozent. Im Norden und Westen liegt dieser Anteil teilweise bei über 50 Prozent. Diese regionalen Unterschiede resultieren aus dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren, wie beispielsweise Divergenzen beim Anschluss an das Fernwärmenetz oder unterschiedlich implementierten Modernisierungsprogrammen.
In den Städten ist der Gebäudebestand moderner, dichter bebaut und besser an effiziente Heizsysteme wie Fernwärme angebunden. Das führt zu niedrigeren Verbräuchen und ermöglicht energetische Verbesserungen vor allem in den mittleren Effizienzklassen. Auf dem Land hingegen dominieren ältere Ein- und Zweifamilienhäuser der energetisch schwächsten Bauperioden. „Die größten Potenziale liegen derzeit in den Klassen D, E und F. Die Klassen G und H werden mittelfristig vor allem in Metropolen verschwinden, auch weil Vermieter künftig einen Großteil der CO₂-Kosten selbst tragen müssen. Die Sanierung dieser Bestände hätte den größten Effekt auf die Gesamteffizienz in Deutschland“, so Huff.
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CBRE Group, Inc. (NYSE:CBRE), ein Fortune-500- und S&P-500-Unternehmen mit Hauptsitz in Dallas, ist das weltweit größte Unternehmen für gewerbliche Immobiliendienstleistungen und -investitionen sowie ein führender Anbieter von Services für kritische Infrastrukturen. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 155.000 Mitarbeitende und betreut Kunden in über 100 Ländern. CBRE betreut und berät seine Kunden in vier Geschäftssegmenten: Advisory (Vermietung, Verkauf, Kreditvergabe, Hypothekendienstleistungen, Bewertungen); Building Operations & Experience (Facility Management, Property Management, Flex Space & Experience, Kritische Infrastrukturen); Project Management (Programmmanagement, Projektmanagement, Kostenberatung); Real Estate Investments (Investmentmanagement, Entwicklung).
Seit 1973 ist CBRE Deutschland mit seiner Zentrale in Frankfurt am Main vertreten, weitere Niederlassungen befinden sich in Berlin, Düsseldorf, Essen, Hamburg, Köln, München und Stuttgart. www.cbre.de