Pressemitteilung

Immobilieninvestmentmarkt Deutschland zeigt deutliche Erholung zum Jahresschluss

08 Januar 2025

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Pressekontakt

Bettina Bierhalter

Ass. Director|Communications

  • Transaktionsvolumen* legte 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent auf 34,3 Milliarden Euro zu
  • Erste Renditekompression im Prime-Segment zu beobachten
  • Großvolumige Transaktionen legten zu
  • Wohninvestments vor Logistik und Einzelhandel


2024 verzeichnete der deutsche Immobilieninvestmentmarkt ein Transaktionsvolumen von 34,3 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2023 ist das ein Anstieg um 21 Prozent. Das Jahresendquartal 2024 lag mit 12,4 Milliarden Euro 52 Prozent ĂŒber dem Endquartal von 2023 – und 69 Prozent ĂŒber dem dritten Quartal von 2024. Wohnimmobilien (ab 50 Wohneinheiten) stellten mit rund einem Viertel des Gesamtvolumens weiterhin die stĂ€rkste Assetklasse dar, dicht gefolgt von Logistikimmobilien (23 Prozent). Einzelhandelsobjekte lagen mit einem Anteil von 18 Prozent knapp vor BĂŒro (17 Prozent) und Hotel- und Gesundheitsimmobilien in etwa auf Vorjahresniveau (vier beziehungsweise drei Prozent). 2024 gab es zudem wieder deutlich mehr Großtransaktionen. Mit 17 Milliarden Euro entfiel rund die HĂ€lfte des Gesamtvolumens auf Transaktionen oberhalb der 100-Millionen-Euro-Marke (2023 waren es lediglich elf Milliarden Euro). Dieses Volumen entstammt 72 Großtransaktionen – 2023 waren es 45. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE.

"Wir haben eine sehr dynamische Jahresendrally erlebt, die den Beginn eines neuen Zyklus am Investmentmarkt markiert. Denn die Zuversicht der Investoren nimmt weiter zu – dank eines attraktiveren Zinsumfeldes und in der Folge besser kalkulierbarer BusinessplĂ€ne." 
Kai Mende, CEO Germany

"Geldpolitisch gibt es aktuell einen starken Impuls. WĂ€hrend die Zinsen aus Sicht von Immobilieninvestoren wieder attraktiver werden, haben die meisten Investoren sich auf ein „higher for longer”-Umfeld eingestellt. Konservative PlĂ€ne treffen also auf positivere Bedingungen – eine gute Ausgangslage fĂŒr den Immobilieninvestmentmarkt." 
Dr. Jan Linsin, Head of Research Germany

Beginn einer moderaten Renditekompression

Das nach 2021 gestartete Repricing im Core-Segment in allen Assetklassen ist mittlerweile abgeschlossen – und es gibt erste Anzeichen einer einsetzenden moderaten Renditekompression. Zu beobachten war dies im Segment der 1A-GeschĂ€ftshĂ€user (minus 0,2 Prozentpunkte gegenĂŒber dem dritten Quartal 2024 auf 4,6 Prozent im Durchschnitt der Top-7-StĂ€dte), teilweise im BĂŒrosegment (Berlin und MĂŒnchen minus 0,2 Prozentpunkte auf 4,8 beziehungsweise 4,6 Prozent) und bei Logistikimmobilien (minus 0,1 Prozentpunkte auf 4,4 Prozent – jedoch nicht im Berliner Marktgebiet). Die Spitzenrenditen von Betreiberimmobilien wie Hotel- und Gesundheitsimmobilien sind vorerst noch stabil geblieben. „Aktuell bieten sich in vielen Immobiliensegmenten gĂŒnstige Einstiegspreise – gerade in Kombination mit der Erwartung einer sich fortsetzenden leichten Renditekompression im ersten Halbjahr. Dabei zeichnet sich jedoch in allen Assetklassen eine Polarisierung ab,. denn bei Non-Prime-Objekten wird der Markt auch 2025 weiterhin sinkende Kapitalwerte verzeichnen dĂŒrfen“, erwartet Mende.

Im Vergleich zu den Immobilienrenditen lag die Rendite 10-jĂ€hrige Bundesanleihe Ende 2024 bei 2,43 Prozent (plus 0,24 Prozentpunkte ĂŒber dem Wert zu Beginn des Jahres 2024), der 5-Jahres-Euroswap bei 2,2 Prozent (minus 0,21 Prozentpunkte) und der 10-Jahres-Euroswap bei 2,32 Prozent (minus 0,15 Prozentpunkte). „Im aktuellen Zinsumfeld werden Immobilieninvestitionen wieder zunehmend attraktiver. Dass zeigen auch unsere GesprĂ€che mit institutionellen Investoren, die vom deutschen Markt weiterhin ĂŒberzeugt sind und in Bieterverfahren auch bereit sind, fĂŒr erstklassige Immobilien wieder etwas höhere Preise zu bezahlen, was zu der jĂŒngst einsetzenden Markterholung gefĂŒhrt hat. Im Jahresverlauf dĂŒrfte sich die Renditekompression im Prime-Segment ĂŒber das Gros der Assetklassen fortsetzen“, sagt Linsin.

Top-7-MĂ€rkte gewannen an Bedeutung

Der Anteil der Top-7-Standorte am Gesamtvolumen ist wieder deutlich gestiegen. Er betrug 2024 46 Prozent – das sind neun Prozentpunkte mehr als 2023. Berlin stand mit knapp sechs Milliarden Euro – davon knapp die HĂ€lfte durch Wohninvestments – weiter an erster Stelle. Dort wurden 37 Prozent mehr investiert als im Vorjahr. Deutlicher legte das Transaktionsvolumen im zweitplatzierten MĂŒnchen zu – plus 57 Prozent auf gut drei Milliarden Euro. Hamburg stand mit 2,3 Milliarden Euro – 41 Prozent mehr als 2023 – an dritter Stelle, gefolgt von Frankfurt am Main mit knapp 1,6 Milliarden Euro (plus 104 Prozent). Jeweils mehr als eine Milliarde wurde in den beiden Rheinland-Metropolen DĂŒsseldorf (1,4 Milliarden Euro, plus 155 Prozent) und Köln (1,1 Milliarden Euro, plus 44 Prozent) investiert. Lediglich am Stuttgarter Immobilieninvestmentmarkt wurde ein RĂŒckgang um 28 Prozent auf rund 400 Millionen Euro verzeichnet.

Asset- und Fondsmanager legten zu

StĂ€rkste NettokĂ€ufer waren Asset- und Fondsmanager, die knapp 2,9 Milliarden Euro mehr investierten, als sie verkauften. Ihnen folgten Corporates mit einem positiven Saldo von 1,4 Milliarden Euro. Auch die offenen Immobilien- und Spezialfonds wiesen einen positiven Saldo auf (284 Millionen Euro) – hier standen jedoch auf KĂ€uferseite ĂŒberwiegend die Spezialfonds, wĂ€hren offene Publikumsfonds aufgrund des derzeitigen Umfelds eher verkauften. Zugleich investierten internationale Anleger wieder deutlich mehr als 2023 – absolut stieg ihr Investitionsvolumen um 26 Prozent und ihr Anteil damit um zwei Prozentpunkte auf 42 Prozent. StĂ€rkste internationale Anlegergruppen waren Asset- und Fondsmanager sowie Immobilienaktiengesellschaften/REITs. Vor allem Akteure aus dem europĂ€ischen Ausland engagierten sich am deutschen Immobilieninvestmentmarkt.

Ausblick auf 2025

„FĂŒr 2025 zeichnet sich eine Fortsetzung der positiven Dynamik des vierten Quartals 2024 ab. Im Gesamtjahr ist am deutschen Immobilieninvestmentmarkt ein Transaktionsvolumen von bis zu 40 Milliarden Euro möglich“, erwartet Mende. „Aktives Assetmanagement wird entscheidend fĂŒr den Erfolg von Immobilieninvestments sein – wer sein ‚Immobilienhandwerk‘ versteht, darf auf ein gutes Jahr hoffen.“

„2025 wird das Jahr der Investitionsmöglichkeiten, auch wenn insbesondere in Deutschland die Wirtschaft vor großen strukturellen und konjunkturellen Herausforderungen steht. Die Bundestagswahl im Februar weckt aber auch große Hoffnungen fĂŒr einen Re-Start der hiesigen Wirtschaft und eine Neuausrichtung des GeschĂ€ftsmodells ‚Made in Germany‘“, erlĂ€utert Linsin.

*ZusÀtzlich zum Transaktionsvolumen wurden Minderheitsbeteiligungen von 278 Millionen Euro registriert. Nicht enthalten sind FinanzierungsgeschÀfte.

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Weitere Informationen zu CBRE:

CBRE Group, Inc. (NYSE:CBRE), ein Fortune-500- und S&P-500-Unternehmen mit Hauptsitz in Dallas, ist das weltweit grĂ¶ĂŸte Unternehmen fĂŒr gewerbliche Immobiliendienstleistungen und -investitionen sowie ein fĂŒhrender Anbieter von Services fĂŒr kritische Infrastrukturen. Das Unternehmen beschĂ€ftigt mehr als 155.000 Mitarbeitende und betreut Kunden in ĂŒber 100 LĂ€ndern. CBRE betreut und berĂ€t seine Kunden in vier GeschĂ€ftssegmenten: Advisory (Vermietung, Verkauf, Kreditvergabe, Hypothekendienstleistungen, Bewertungen); Building Operations & Experience (Facility Management, Property Management, Flex Space & Experience, Kritische Infrastrukturen); Project Management (Programmmanagement, Projektmanagement, Kostenberatung); Real Estate Investments (Investmentmanagement, Entwicklung). 

Seit 1973 ist CBRE Deutschland mit seiner Zentrale in Frankfurt am Main vertreten, weitere Niederlassungen befinden sich in Berlin, DĂŒsseldorf, Essen, Hamburg, Köln, MĂŒnchen und Stuttgart. www.cbre.de